Deutscher Fassadenpreis für die Lego-Brücke

Deutscher Fassadenpreis für die Lego-Brücke

Donnerstag, den 13. September 2012 um 5:25

Die vom renommierten Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold gestaltete Brücke über der Schwesterstraße hat den Deutschen Fassadenpreis 2012 gewonnen. Das hat die Jury bekannt gegeben.

In ihrer Begründung heißt es: „Die ‚Lego-Brücke‘ im Wuppertaler Ortsteil Elberfeld ist Teil einer bis 1991 genutzten Bahnstrecke, die sich im Umbau zu einer deutschlandweit einmaligen Freizeitstraße befindet. Die in Volltönen geplante Malerei unterstreicht die vorgegebene Konstruktion der Brücke. Dadurch erzeugen die überdimensionalen Legosteine auf spielerische Art Aufmerksamkeit beim Betrachter. Durch die extreme Größenverschiebung wird etwas allgemein Bekanntes in einen neuen Kontext gebracht.“

2011 hatte die Wuppertalbewegung das Projekt mit mit der Unterstützung der Sponsoren Akzenta und Schuhhaus Klauser sowie des Wichernhaus-Teams und Einverständnis der Stadt realisiert. Die weltweit erste Brücke dieser Art belebt seitdem das Straßenbild und trägt dazu bei, das Wohngefühl im Viertel Ostersbaum zu verbessern. Idee und Umsetzung inspirierten Graffiti-Künstler zu zahlreichen großflächigen Kunstwerken in Wuppertal und finden im In- und Ausland Beachtung. Herzlichen Glückwunsch an Martin Heuwold und vielen Dank für den enormen Einsatz!

Carsten Gerhardt, erster Vorsitzender der Wuppertalbewegung, denkt schon weiter und zieht neue Aktionen in Betracht: „Als nächstes möchten wir die Brücke über die Düsseldorfer Straße verschönern. Dazu sammeln wir Ideen. Vielleicht schaffen wir es ja, alle Brücken an der Nordbahntrasse hübscher zu gestalten. Über Ideen von den Bürgern würden wir uns freuen.“

Der Architekturpreis wird seit 1991 jährlich von der Firma Brillux vergeben. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Foto: Rolf Dellenbusch

von Mario Schroeder